11 Die Bedeutung der Linkshändigkeit und der Rechtshändigkeit

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Bekanntlich machen die meisten Menschen schwierige Handgriffe vorzugsweise mit der rechten Hand. Diese Menschen, die Mehrheit (circa 60%), sind Rechtshänder. Entsprechend heißt die Minderheit, die geschickter mit der linken Hand arbeitet, Linkshänder. Aber die Sache ist nicht immer ganz so eindeutig rechts oder links, wenn auch meist eine Seite bevorzugt wird. Mein Sohn zum Beispiel wirft mit rechts, schreibt mit links, nimmt den Hammer mit links, schießt den Fußball mit dem rechten Fuß und Tennisspielen kann er mit beiden Händen nahezu gleich gut. Trotzdem ist er ein Linkshänder. Denn es gibt zwei gute Tests, um festzustellen, welche Hand bevorzugt wird:

7. Test: Man läßt den Patienten wie im Theater klatschen. Die Hand, die hierbei oben liegt, ist die dominante.

2. Test: Man läßt den Patienten in Gedanken ein Kind nehmen. Die rechtshändige Mutter drückt das Kind stets mit der linken Hand an ihre linke Wange und hält mit der Rechten das Gesäß des Kindes. Entsprechend umgekehrt verhält es sich bei einer Linkshänderin.

Außer der Linkshändigkeit scheint es auch eine „Linksäugigkeit“ zu geben und eine „Linksohrigkeit“. Davon wird später noch die Rede sein.

Die Linkshändigkeit hat eine ganz entscheidende praktische Bedeutung. Sie hat mich unendliches Kopfzerbrechen gekostet, solange ich den Unterschied von Rechts- und Linkshändigkeit im Gehirn noch nicht wußte. Nunmehr weiß ich ihn. Es verhält sich folgendermaßen:

Merke:

Die Linkshändigkeit verlegt den Konflikt auf die gegenüberliegende Seite des Gehirns im Vergleich zur üblichen Rechtshändigkeit. Von da ab verläuft dann alles genau so, wie beim Rechtshänder der umgekehrte Konflikt verlaufen würde.

Das bedeutet praktisch:

Eine linkshändige Frau kann von einem sexuellen Konflikt keinen Gebärmutterhals-Krebs erleiden, sondern nur von einem Revier-Konflikt (nach den Wechseljahren). Umgekehrt kann zum Beispiel ein linkshändiger Mann von einem Revier-Konflikt keinen Herzinfarkt des linken Herzens erleiden, sondern (in der pcl-Phase) einen Rechtsherz-Infarkt mit Lungenembolie. Diese

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Linkshändigkeit ist deshalb von so großer praktischer Bedeutung, weil sie auf den ersten Blick nahezu alles „über den Haufen wirft“, auf den zweiten Blick aber höchst logisch und folgerichtig ist. Der Linkshänder ist quasi nur von der Psyche bis zum Gehirn anders „gepolt“. Hat zum Beispiel bei einer linkshändigen Frau ein sexueller Konflikt aber erst einmal im rechte Periinsulär- Bereich „eingeschlagen“, dann kann selbst eine junge Frau bei entsprechender Dauer des Konflikts einen Herzinfarkt des linken Herzens erleiden. Denn in jedem Fall versorgt der rechte periinsuläre Bereich das linke Herz. Oder sie kann bei einem Schreckangst-Konflikt ein Bronchial-Carzinom erleiden.

Die Linkshändigkeit zeigt uns in ganz besonderer Weise, daß die biologischen Konflikte nichts mit herkömmlicher Psychologie zu tun haben, sondern wirklich biologisch determiniert sind. Denn daß eine linkshändige junge Frau, wie im Psychosen-Kapitel nachzulesen, von einem sexuellen Konflikt die organischen Symptome eines männlichen Revier-Konfliktes und dadurch bedingt im psychischen Bereich eine Depression erleidet, würde ja „rein psychologisch“ gar keinen Sinn machen.

Biologisch muß es aber irgendeinen Sinn haben, daß circa 40% der Menschen Linkshänder sind und auch bei ihren Konflikten „gegenpolig“ reagieren. Ich habe lange darüber nachgedacht, welches dieser Sinn wohl sein könnte. Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß die Linkshänder die „Ersatzleute im Katastrophenfall“ darstellen.

Selbstverständlich kann diese Vermutung zunächst nicht mehr als eine Spekulation sein. Aber in der Natur geschieht nichts Sinnloses. Stellen wir uns vor, es würde für eine Affenherde in einem ökologisch abgeschiedenen Raum zum Beispiel einem unzugänglichen Talkessel, eine Art „Konflikt- Katastrophe“ dadurch resultieren, daß alle männlichen Affen auf einen Schlag vernichtet werden. Die Äffinnen würden daraufhin bei der nächsten Hitze einen Konflikt des Nichbegattet-Werdens erleiden und, da keine Lösung in Sicht wäre, auch daran sterben. Einzig die Linkshänderinnen unter den Äffinnen würden überleben, denn sie würden zwar auch einen sexuellen Konflikt erleiden wegen ihrer Linkshändigkeit aber würden sie die Symptome eines Revier-Konfliktes haben, der auf psychischer Ebene in einer Depression bestehen würde, im Gehirn rechts periinsulär lokalisiert wäre und auf organischer Ebene ein Koronar-Ulcus-Carzinom bewirken würde. Aber durch das weiblich-hormonale Übergewicht verlaufen solche „seitenverkehrten Konflikte“ meist mehr oder weniger abortiv194,das heißt sie kommen nicht so recht zur vollen Wirkung.

 

194 abortiv = unfertig, abgekürzt verlaufend

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Demgemäß könnte zum Beispiel auch die Depression eine Art „Sparflamme- Überlebens-Phase“ darstellen, in der insbesondere das weibliche oder sogar das linkshändige Tier auf bessere Zeiten wartet und in eine Art psychischen Winterschlaf geht.

Entdeckungen zu machen heißt nur, auf den Pulsschlag der Natur lauschen. Wir kleinen Zauberlehrlinge haben kein Recht, alle Dinge in der Natur, die mehr als hundert Millionen Jahre wunderbar funktioniert haben, als „krankhaft“ zu, bezeichnen, nur weil wir sie nicht verstehen. Wer weiß, wie oft schon vielleicht in der langen Menschheitsgeschichte solche „Ersatzfrauen“ eine ganze Sippe oder ein Volk am Überleben gehalten haben. Ähnlich könnte es bei den linkshändigen Männern sein, die eben beim Revier- Konflikt in der pcl-Phase keinen Linksherz-Infarkt erleiden. Wir wissen bisher noch viel zu wenig davon!

Es gibt auch bei Tieren die Links- und Rechtshändigkeit bezieheungsweise -Pfötigkeit. Manche Hunde geben stets die linke Pfote, die Mehrzahl aber stets die rechte Pfote. Manche Katzen fangen die Maus stets mit der rechten Pfote, manche mit der linken.

Außer der Linkshändigkeit gibt es auch die Linksfüßigkeit. Meistens sind wohl beide gekoppelt, also der Linkshändige ist auch linksfüßig.

Außerdem gibt es Rechtsohrigkeit, Rechtsäugigkeit, so meint man bisher. Hinsichtlich der Gehör-Zugehörigkeit kann ich noch keine sichere Aussage machen, weil ich noch nicht genug Erfahrungen auf diesem Gebiet habe. Aber hinsichtlich der Augen (siehe auch Tabelle am Ende des Buches) weiß ich einiges: Bekanntlich kreuzen die Sehnervenfasern teilweise. Dabei empfängt die linke Sehrinde alle Strahlen, die von rechts kommen (und auf die linke Retina-Hälften beider Augen fallen), die rechte Sehrinde empfängt alle Strahlen, die von links kommen (und auf die rechten Retina-Hälften beider Augen auftreffen). Die Fasern aber von der Fovea centralis zählen zur lateralen Hälfte und leiten deshalb die Bilder überwiegend zur gleichseitigen Sehrinde.

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11.1 Die Links- und Rechtshändigkeit – der Klatschtest

linke Hand oben =
Linkshänder

rechte Hand oben =
Rechtshänder

Der Klatschtest ist die einfachste Möglichkeit zur Prüfung von Rechts- und Linkshändigkeit. Er gehört vor die Auswertung eines jeden Hirn-CTs. Die oben liegende Hand ist die führende und entscheidet die „Mündigkeit“.

Im einzelnen bedeutet das folgendes:

a) Stammhirn:
Die tiefen Teile des Pons sind unpaarig von der Funktion, nicht von der Anatomie her. Das heißt die Abfolge der Konflikte des Magen-Darm-Traktes (Mund, Speiseröhre, Alveolen195, Magen, Leber, Pankreas, Dünndarm, Dickdarm, Mastdarm, Harnblase [Trigonum-Anteil und Eileiter) erfolgt von medial196-dorsal nach rechts-lateral, nach medial-ventral197, nach links-lateral und nach medial-dorsal (siehe Stammhirn-Schema, Kap. 16) entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn.

Aber schon die Übergangszonen (Kleinhirn-Brückenwinkel) zeigen Paarigkeit (zum Beispiel Akustikuskern). Die Akustikuskerne versorgen das Mittelohr, im biologischen Konfliktfall „Ich habe den ‚Hörbrocken‘ das heißt die Information nicht mitbekommen“, sind aber zum Organ nicht gekreuzt.

Auch die im Mittelhirn gelegenen Relais, bis zum ins Marklager des Großhirns angrenzenden Nierenparenchym-Relais, sind zwar paarig, aber nicht gekreuzt vom Gehirn zum Organ.

 

b) Vom Kleinhirn an
bekommt die Rechts- und Linkshändigkeit Bedeutung. Daher gilt für alle Relais des Kleinhirns und des gesamten Großhirns, daß die Korrelation vom Gehirn zum Organ gekreuzt ist. Trotzdem unterscheiden sich Kleinhirn und Großhirn nochmals voneinander, obwohl für beide in gleicher Weise die Händigkeit gilt.

 

195 Alveole = Lungenbläschen
196 medial = nach der Mittelebene des Körpers zu gelegen, mittelwärts
197 ventral = bauchwärts, zum Bauch gehörend

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Im Kleinhirn schlagen die Konflikte streng nach Zugehörigkeit des Konfliktinhalts in Bezug zum Organ ein. Das heißt Die Kleinhirnseiten sind jeweils konflikt-thematisch gebunden. Ein Mutter/Kind-Sorge-Konflikt schlägt bei einer Rechtshänderin immer rechts lateral im Kleinhirn ein, was die Brustdrüsen der linken Brust betrifft. Erleidet die Patientin einen weiteren Mutter/Kind-Sorge-Konflikt wegen eines anderen Kindes oder einen Tochter/Mutter-Sorge-Konflikt für ihre Mutter, dann schlagen auch diese beiden Konflikte noch in das gleiche Kleinhirn-Relais als Hamersche Herde ein. Auch wenn sie zwei weitere Attacke-Konflikte gegen die linke Bauch- oder Brustseite (Peritoneal198– und Pleura199-Mesotheliom) erleidet, schlägt alles auf die rechte Kleinhirnseite, die dann fünf aktive Hamersche Herde in Schießscheiben-Konfiguration aufweisen würde, links dagegen keinen einzigen.

Wenn zwei Konflikte auf zwei verschiedenen Kleinhirn-Hemisphären eingeschlagen sind, dann sprechen wir von „kleinhirn-schizophrener Konstellation“. Damit verbunden ist eine schwere Störung der Emotionalität in paranoid-wahnhafter Weise, ohne daß das formal-logische Denkvermögen beeinträchtigt wäre. Zum Beispiel: „Ich bin wie ausgebrannt, ich fühle mich völlig leer, habe keine Gefühle mehr.“

 

c) Marklager des Großhirns:
So etwas wäre im Marklager-Bereich auch noch möglich. Konfliktinhalt und Organbezug sind hier immer „eineindeutig“, das heißt konflikt-thematisch gebunden.

 

d) Bei den corticalen Großhirn-Relais
ist dies nur bei einer Ausnahme möglich: Dem duktalen‘ Milchgangs- Ulcus-Carzinom, das hinsichtlich der Seitigkeit und Händigkeit fest an das Kleinhirn-Relais für die Brustdrüsen angekoppelt ist.

Hier kommt nämlich ein ganz neues Moment ins Spiel: Bei den corticalen großhirngesteuerten Konflikten ist der Bezug vom Hirn-Relais zum Organ nicht mehr eindeutig wie im Kleinhirn; da die Organe nur teilweise paarig angeordnet sind, entscheidet die Links- und Rechtshändigkeit und die augenblickliche Konfliktsituation, welches Relais im Gehirn jetzt zum HH werden kann und welches Organ dann betroffen ist. Der Bezug vom Gehirn zum Organ, der ist allerdings immer eindeutig. Also:

 

198 Peritoneum = Bauchfell
199 Pleura = Rippenfell
200 Ductus = Gang

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Erleidet eine linkshändige Frau einen Identitäts-Konflikt, so schlägt der HH auf der rechten Großhirn-Hemisphäre (temporal) ein und wird auf organischer Ebene zum Magen- oder Gallengangs-Ulcus. Erleidet sie aber danach noch einen weiteren Identitäts-Konflikt in einer neuen Sache, dann kann sie auf der rechten Großhirn-Hemisphäre cortical nicht mehr reagieren, sondern sie erleidet diesen zweiten Identitäts-Konflikt linkstemporal und auf organischer Ebene findet man Rektum-Ulcera, die in der pcl- Phase zu Hämorrhoiden werden, wenn die Ulcera in Afternähe gelegen waren. Solange beide Konflikte (rechts- und links-cortical) aktiv sind, ist die Patientin in schizophrener Konstellation. Die Fragen, wie ein Konflikt empfunden wird, (männlich oder weiblich) und wo er dann im Gehirn einschlägt, hängen nicht nur von der aktuellen Hormonlage ab (Postmenopause, Schwangerschaft, Anti-Baby-Pille, Ovarial-Nekrose et cetera), sondern auch von der Händigkeit des Patienten. Genauso ändern sich die Konflikte, bezieheungsweise können ihres Konfliktinhalts beraubt werden, wenn sich die Vorbedingungen (aktuelle Konflikt-Konstellation, Hormonlage et cetera) geändert haben. Sie können dann „springen“, das heißt aus einem Rektum-Ulcus kann ein Magen-Ulcus werden und umgekehrt.

Der Bezug zwischen Hirn und Organ ist jedoch in jedem Fall eindeutig, das heißt wenn ein Konflikt einmal eingeschlagen hat, dann ist das ganz bestimmte zugehörige Organ betroffen – solange der Konflikt aktiv bleibt und nicht „übergesprungen“ ist auf die andere Hemisphäre bei Änderung der hormonalen und konfliktiven Vorkonstellation.

Wichtig bleibt noch festzuhalten, daß natürlich die Innervation der rechten Extremitäten, bezieheungsweise der ganzen rechten Körperseite, ohne Ausnahme von der linken Kleinhirn- und Großhirnseite erfolgt. Daran ändert sich von der Zeugung bis zum Tod niemals etwas.

11.2 Die Linksäugigkeit und Rechtsäugigkeit

Nur am Rande soll hier auf ein Phänomen aufmerksam gemacht werden, das beim Angst-im-Nacken-Konflikt noch näher beschrieben wird:

Mir ist aufgefallen, daß die Augen nicht „das gleiche tun“. Beispiel: Eine junge Gräfin in Frankreich war als 20jährige Schwester im Krankenhaus mit den Ärzten aneinandergeraten, weil sie ihnen Unmenschlichkeit vorgeworfen hatte. Mit im Bunde der Ärzte war die Oberschwester. Nun wurde die Schwester pausenlos schikaniert. Sie hatte bei der Auseinandersetzung, bei der ihr Konsequenzen angedroht wurden, ein DHS mit Angst-im- Nacken-Konflikt erlitten, und in den nachfolgenden Monaten, in denen sie

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täglich auf neue Schikanen gefaßt sein mußte, konnte sie mit dem rechten Auge immer weniger sehen, schließlich fast nichts mehr. Die Schwester sagte nichts, weil sie zu stolz war, sich zu beklagen, sondern litt stumm, nahm an Gewicht ab, war schließlich nur noch Haut und Knochen. Endlich schaltete sich ihre Familie ein, der das hinterbracht worden war, was da im Krankenhaus vor sich ging. Die Oberschwester wurde versetzt, der Albtraum hatte nach einem halben Jahr sein Ende gefunden. Das Besondere an diesem Fall war, daß diese Krankenschwester (Linkshänderin) sich an die Gesichter der Menschen nicht erinnern konnte. Sie sah jemanden Fremden ins Stationszimmer kommen, und wenn derjenige fünf Minuten später nochmals kam, fragte sie ihn, wer er sei.

Es scheint also so zu sein, daß eine Rechtshänderin, die ja ihr Kind auf der linken Seite trägt, mit dem rechten Auge, dessen Fovea centralis nach links schaut, sich das Gesicht ihres Kindes merkt. Darüber hinaus scheint dann die rechte Fovea centralis mit der rechten Sehrinde für die Gesichtsvergleiche und das Merken eines Gesichtes generell zuständig zu sein. Ich bin mir sicher, daß nun bei den Linkshänderinnen zum Beispiel alles umgekehrt ist. Es ist wohl sinnvoll, daß eine Mutter, die das Kind rechts trägt, wie die Linkshänderin es tut, sich das Gesicht ihres Kindes mit dem linken Auge einprägt. Auch kann man sich gut vorstellen und hat es ja wohl zum Teil schon beweisen können, daß die verschiedenen Aufgaben auf die beiden Sehrindenteile der beiden Hemisphären durchaus verschieden aufgeteilt sind.

Bei allen diesen biologischen Vorgängen oder Gesetzmäßigkeiten müssen wir immer Mensch und Tier in Einklang zu bringen versuchen. Nur dann ist es wirklich eine biologische Gesetzmäßigkeit. Ein Baby wächst rasch, die meisten Tierbabys noch rascher. Die Mutter aber muß sich jeden Tag das aktuelle Bild ihres Kindes erneut einprägen. Würden die Menschen noch in großen Familien zusammenleben, dann würden auch bei den Menschenmüttern diese archaischen Fähigkeiten, die wir bei den Tieren Instinkte nennen, wieder wichtig sein. Eine Tiermutter, zum Beispiel in der Herde, braucht diese Fähigkeiten, damit das Tierjunge überleben kann. Die Exemplare, die diese Fähigkeit nicht besitzen, sterben in wenigen Generationen aus. Was für die eine Tierart das Auge, das ist für die andere das Gehör. Die Mütter mancher Tierarten hören aus winzigen Besonderheiten des Schreiens, Blökens oder Piepens genau heraus, daß es ihr Kind ist. Zeigt mir eine einzige Hündin, die unter 50 neugeborenen Welpen ihr Hundebaby nicht herausfinden könnte!

Man könnte sogar eine etwas gewagte Theorie aufstellen, die gleichwohl sehr viel für sich hat:

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1. Der Rechtshänder ist nur deshalb rechtshändig, weil das nach rechts sehende linke Auge (gemeint ist die Fovea centralis!) die Orientierung der rechten Hand gewährleistet und so die rechte Hand dirigieren kann.

Vergegenwärtigt euch doch einmal, wie ihr einen Nagel in die Wand schlagt: Das rechte Auge kann gar nichts sehen, denn die Sicht wird weitgehend durch den Hammer verdeckt. Das linke Auge (Fovea centralis) orientiert und dirigiert den Bewegungsablauf. Der rechtshändige Schütze zielt mit der linken Fovea centralis. Der Tennisspieler schlägt nicht deshalb mit der Vorhand besser, weil der Bewegungsablauf einfacher ist, sondern weil da das linke Auge dirigieren kann, während er die Rückhand praktisch blind schlagen muß!

2. BeimLinksäugerundLinkshändersindalledieseVorgängeumgekehrt. Da steuert das rechte Auge die Bewegung, das linke Auge ist für das Merken des Gesichtes des eigenen Kindes, der Mutter und darüber hinaus der Gesichter aller Artgenossen zuständig.

Die rechtshändige Mutter „erfaßt“ ihr Kind überwiegend mit dem rechten Auge, das nach links schaut (Fovea centralis), der rechtshändige Mann aber mißt sein Revier mit dem linken Auge, das nach rechts schaut. Das Gesicht seiner Geliebten erfaßt der Rechtshänder mit dem rechten Auge, „Ihr Lächeln ist der Himmel, unvergeßlich!“, aber seinen Gegner mißt er mit dem linken Auge. Er hat nämlich gar nicht das Bedürfnis, sich dessen Gesicht einzuprägen, sondern nur den günstigsten Augenblick abzupassen, wann er ihn vernichten kann.

Von rechts kann auch dem Kämpfer nichts passieren, die Seite hat er „im Auge“, Gefahr kann nur von links kommen, deshalb versucht er seine „blinde Seite“ mit dem Schild zu decken.

Noch eine Besonderheit: Eine Linkshänderin, die an einem weiblich- sexuellen Konflikt erkrankt (siehe Depression l. Fall), aber als Linkshänderin ihren Hamerschen Herd im rechten periinsulären Bereich zeigt, verliert niemals ihre Eierstocks-Funktion. Sie hat also nach wie vor ihren Eisprung und ihre sogenannte Periodenblutung, während eine Rechtshänderin keinen Eisprung mehr hat. Deshalb hat früher bei vielen, oft jungen Mädchen oder Frauen der Konflikt nach dem DHS angedauert, weil die Mädchen durch die Amenorrhoe201 ganz ernsthaft glaubten, schwanger zu ein.

Ich will keine Prophetien aufstellen, aber die Linkshändigkeit ist sehr viel bedeutender für die zukünftige Medizin, als wir heute allgemein bisher angenommen haben.

 

201 Amenorrhoe = Fehlen oder Ausbleiben der monatlichen Regelblutung

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So hält eine rechtshändige Mutter typischerweise ihr Kind: Die linke Hand drückt das Köpfchen an die Brust, die rechte Hand unterstützt das Gesäß des Kindes. Die rechtshändige Mutter schaut ihr Kind mit dem rechten

Auge an.
So hält die linkshändige Mutter typischerweise ihr Kind, genau umgekehrt
wie die Rechtshänder-Mutter. Die linkshändige Mutter schaut es mit dem linken Auge an!

11.3 Bedeutung der Linkshändigkeit für die klinische Diagnostik

In der Medizin interessieren alle Zusammenhänge physiologischer Art, ganz besonders aber interessieren sie, wenn sie, wie hier, so gravierende Auswirkungen auf Diagnostik und Therapie in jedem einzelnen Falle haben.

Die Linkshändigkeit ist ja keineswegs eine alberne Spielerei der Natur, als was sie heute gewöhnlich angesehen wird, denn es kommt ja hinsichtlich der Konflikte einer funktionellen Ausschaltung der Hormone gleich. Wie ich im Kapitel Psychosen an dem 1. Fall von Depression beschrieben habe, kann also eine Linkshänderin bei einem weiblich-sexuellen Konflikt die Organ-Symptome erleiden, die eine rechtshändige Frau erst nach dem Klimakterium202 oder im Senium203 erleiden könnte (bei einem Revier-Konflikt).

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Linkshändige Männer können bei einem Revier-Konflikt in der pcl-Phase gar keinen Herzinfarkt des linken Herzens erleiden, außer wenn sie alt sind und die feminine Reaktion haben, dann aber auch auf psychischer Ebene gar keinen Revier-Konflikt mehr erleiden, sondern eben einen weiblich-sexuellen Konflikt. Es ist gleichsam nur die Adressierung der Konflikte umgepolt. Vom Computer Gehirn zum Organ läuft es in jedem Falle immer gleich! Daran erkennen wir jetzt, daß Linkshändigkeit sehr viel mit Sexualität und sehr viel mit Hormonen zu tun hat!!

Schematischer CT-Schnitt durch das Großhirn

Linkshändiger Mann Revier-Konflikt (männlicher sexueller Konflikt)

Rechtshändige Frau Sexueller Konflikt

Gebärmutterhals-Carzinom Kehlkopf-Carzinom Rektum-Carzinom

Rechtshändiger Mann Revierkonflikt (männlicher sexueller Konflikt)

Linkshändige Frau Sexueller Konflikt

Koronar-Ulcus-Carzinom (mit Herzinfarkt) Bronchial-Carzinom Magen-Ulcus Leber-Gallengangs- Ulcus-Carzinom

Zwischen Rechtshändern und Linkshändern ist nur die Relation zwischen psychischer Ebene und Gehirn seitenumgekehrt vertauscht. Von der Ebene Gehirn zur Ebene Organe ist die Relation dagegen konstant. Leichter ist es vielleicht umgekehrt zu verstehen: Ein Gebärmutterhals-Krebs hat immer links periinsulär einen Hamerschen Herd, jedoch nur bei Rechtshänderinnen rührt er von einem sexuellen Konflikt her.

 

202 Klimakterium = Wechseljahre der Frau; die Übergangsphase von der vollen Geschlechtsreife zum Senium der Frau
203 Senium = Greisenalter

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Die Linkshändigkeit ist, wie wir gehört haben, so wichtig, weil sie ja über den Konflikt/Gehirnweg entscheidet. Somit entscheidet sie auch darüber, welche Krankheit die Patienten überhaupt bei welchem Konflikt erleiden können. Die Linkshändigkeit entscheidet zum Beispiel auch darüber, bei welchem Konflikt wir mit einer Depression rechnen müssen, bei der Linkshänderin zum Beispiel beim sexuellen (weiblichen) Konflikt, bei der Rechtshänderin dagegen nur kurz vor oder nach der Menopause, also beim sogenannten „hormonalen Patt“.

Der sehr weiche Mann kann eine Depression erleiden, wenn es gerade eben noch einen Revier-Konflikt erleiden kann, also auch im „hormonalen Patt“, sofern es Rechtshänder ist. Dagegen erleidet der sehr weiche linkshändige Mann eine Depression, wenn es nicht mehr männlich, sondern schon weiblich reagiert und einen weiblich-sexuellen Konflikt erleidet, ebenfalls im hormonalen Patt.

Die weiblichen Homosexuellen verhalten sich dabei wie Frauen, die männlichen Parts wie Männer. Bei den homosexuellen Linkshändern ist wiederum alles genau umgekehrt.

Umkehren kann man die weibliche oder männliche Reaktion auch durch Sexualhormonblocker. Ebenfalls die gleiche Wirkung, in dieser Richtung wohlgemerkt, haben fakultativ (nicht obligat!) die Zytostatika.

Wenn eines Tages die Neue Medizin eine der Grundregeln der gesamten Medizin und Biologie geworden sein wird, wird man ermessen können, welch atemberaubenden Unfug die heutige etablierten Medizin mit ihrem unverständigen Herumhantieren mit Sexualhormonblockern anrichtet.

Dieser Unfug wird in der offiziellen Schulmedizin überall angerichtet in Ermangelung irgendeiner Konzeption. Die schlimme Wirkung ist die, daß durch diese Sexualhormonblockaden – wozu im ungünstigsten Fall schon die sogenannte Anti-Baby-Pille gehören kann – der Hamersche Herd von einer Hirnseite auf die andere „springt“. Diese hormonbedingte, man könnte auch besser sagen: hormonblockade-bedingte Transposition des Hamerschen Herdes hat unendlich vielen Patienten nicht nur nicht geholfen, sondern eben den korrespondierenden Krebs der gegenseitigem Hirnhemisphäre bewirkt. Durch die Hormonblockade resultiert nämlich oftmals ein Individuum, das hormonal bedingt jetzt genau konträr reagiert als vor der Hormon- „Therapie“: Eine Frau, zum Beispiel, die vorher sehr feminin reagiert hat und deshalb einen weiblich-sexuellen Konflikt mit einem Gebärmutterhals-Carzinom erleiden konnte, reagiert nach der Hormonblockade, zum Beispiel mit Nolvadex, plötzlich

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männlich und aus dem Gebärmutterhals-Karzinom, das nun stillsteht, wird ein Koronar-Ulcus-Karzinom, was Zauberlehrlinge zu verantworten haben.

Das aber sind nun plötzlich im schulmedizinischen Sprachgebrauch der Zauberlehrlinge „Metastasen“, kleine, böse Krebszellen, die nicht etwa vom Zauberlehrling verbockt wurden, sondern die sich – niemals beobachtet – schlitzohrig, wie man sich solche kleinen „Teufelchen“ vorstellt, heimlich durch das Blut ins neue Organ gearbeitet haben. Aber immerhin benehmen sich die kleinen „Teufelchen“ so gesittet, daß sie immer an der gleichen Stelle auch den gleichen Krebs hervorrufen. Ganz so diabolisch scheinen sie denn doch nicht zu sein!

Verabreicht man einer linkshändigen jungen Frau, die einen sexuellen Konflikt hat und als Linkshänderin eine Depression und die körperlichen Zeichen eines männlichen Revierangst-, Revier-, oder Revierärger-Konflikts (mit Bronchial-Carzinom, Angina pectoris., Ulcus ventriculi), Hormonblocker, dann kann sie auf der Stelle zum Beispiel ein Gebärmutterhals-Karzinom erleiden.

So nagelt ein Rechtshänder einen Nagel in die Wand: Das linke Auge sorgt für die notwendige Orientierung und dirigiert. Das rechte Auge ist mehr oder weniger hinter dem Hammerkopf, kann also den Nagel gar nicht sehen. Das rechte Auge ist bei solcher Beschäftigung nicht gerade blind, aber nicht in Funktion!

Überhaupt wird uns das Problem der Hemisphären-Unterschiedlichkeit, glaube ich, noch sehr weitgehend beschäftigen. Es ist eins der Grundprobleme der Diagnostik überhaupt. Einen Patienten nicht nach seiner Rechts- bezieheungsweise Linkshändigkeit gefragt zu haben, gilt in meinen Augen als gröblicher Fehler, denn es ist für die Zuordnung der Konflikte zu den Hamerschen Herden und der Krebsgeschwulst oder Nekrose am Organ von großer Wichtigkeit.

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11.4 Die beiden Großhirn-Hemisphären: linker Revierbereich = weiblich, rechter Revierbereich = männlich

Es gibt unendlich viele Spekulationen über die Verschiedenartigkeit der beiden Großhirn-Hemisphären. Je weniger solche Spekulanten von der Sache verstehen, desto wildere Behauptungen stellen sie darüber auf. Daran möchte ich mich nicht beteiligen.

Ich möchte an dieser Stelle vielmehr darüber berichten, was ich weiß. Wir haben schon gesehen, daß die Links- und Rechtshändigkeit ganz wesentlich darüber bestimmt, auf welcher Großhirn-Hemisphäre das Individuum seinen ersten Revierbereichs-Konflikt bekommt et cetera et cetera.

Wir haben auch gehört, daß die Links- und Rechtshändigkeit darüber entscheidet, welche Seite die Mutter/Kind oder Kind/Mutter-Seite ist und welche die Partner-Seite.

Alles das meine ich aber nicht, wenn ich folgendes feststelle:

  • Wenn ein rechtshändiger Mann einen jahrelangen Revier-Konflikt in Aktivität hat und einen Verlust-Konflikt erleidet mit einer Lösung, dann
    wird er, sofern die Hodenzyste groß genug ist, eine zwangsweise „Biologische Lösung“ seines Revier-Konfliktes „erleiden“ (zum Beispiel als „Zweitwolf‘), an der er mit großer Wahrscheinlichkeit durch einen Linksherzinfarkt sterben wird. Sein HH liegt rechts-cerebral.
  • bei entsprechender Konstellation, also bei jahrelang aktivem Revier- Konflikt und gelöstem frischem Verlust-Konflikt und Hodenzyste, das heißt mit einer großen Testosteron-Anflutung, kann dem Linkshänder nichts passieren. Sein Revierkonflikt-HH liegt ja links-cerebral. Und obgleich er nunmehr viel männlicher wird, bleibt die biologische Zwangslösung des Revier-Konfliktes, wie sie beim Rechtshänder zwangsläufig erfolgt, a u s ! Dadurch, daß die linke weibliche Seite durch den Konflikt geschlossen ist, wird er noch männlicher als ein Rechtshänder: supermännlich!
  • bei der rechtshändigen Frau mit jahrelangem hängendem solitären (also keine Schizo-Konstellation) sexuellen biologischen Konflikt erfolgt nach einem gelösten Verlust-Konflikt mit Eierstocks-Zyste und nach Induration dieser Zyste mit starkem Anstieg der Östrogene, eine zwangsweise Lösung des SBS durch die hohen Östrogene. Der HH liegt ja links- cerebral. Eine solche Patientin kann daran leicht sterben (Rechtsherz-Infarkt mit Lungenembolie).

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  • im vergleichbaren Fall passiert der linkshändigen Frau nichts. Obwohl sie nunmehr viel weiblicher wird, oder gerade darum, löst sie ihren sexuellen Konflikt, der ja rechts-cerebral gelegen ist, n i c h t.

Schematischer CT-Schnitt durch das Großhirn

Wir können also feststellen:
Ein Anstieg der Östrogene bringt nur auf der linken Hemisphäre einen sexuellen Konflikt zur biologischen Zwangslösung.

Ein Anstieg der Testosterone durch eine indurierte Hodenzyste kann nur einen Revier-Konflikt auf der rechten Hemisphäre zur Biologischen Zwangslösung bringen.

Mit allem Vorbehalt könnte man deshalb die linke Hemisphäre mehr weiblich nennen und die rechte Hemisphäre mehr männlich.

Das Ganze gilt aber nur für den Revierbereich, sowohl links als auch rechts.

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