4 Das Wesen der Neuen Medizin – Abgrenzung zur bisherigen sogenannten „Schulmedizin“

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Wenn ich von einer Neuen Medizin spreche gegenüber einer „alten Medizin“, so muß ich zunächst begründen, worin denn das Neue dieser Medizin liegen soll.

Gemeint ist ein neues Verständnis der Medizin als von einem universalen Organismus, der verstanden ist als Einheit von Psyche als Integral aller Funktionen der Verhaltens- und Konfliktbereiche, des Gehirns als Steuerungscomputer aller dieser Funktionen der Verhaltens- und Konfliktbereiche und den Organen als der Summe aller Erfolge dieses Geschehens. In Wirklichkeit liegt die Sache natürlich noch komplizierter, denn unser Computer Gehirn programmiert den Programmierer (Psyche) und damit sich selbst. Und schließlich ist es noch ein bißchen schwieriger, sich vorzustellen, daß im Prinzip trotzdem alles gleichzeitig synchron abläuft.

Eigentlich hört sich das recht einfach an – wie könnte es anders sein! Um so unverständlicher ist es, daß die sogenannte „moderne Medizin“ immer nur an den Organen herumgebastelt hat wie Zauberlehrlinge am Werk des Meisters, in unbekümmertem Unverständnis und in dem Glauben, ungeheuer „wissend“ zu sein. Nur so kann man sich die ungeheuer dumme Arroganz vorstellen, die dazu gehört, armen Patienten gnadenlos Pessimalprognosen an den Kopf zu werfen und sie damit in die tiefsten Abgründe zu stürzen. Solche Art von Ärzten hatten bei all ihrem Tun die Seele und den Computer Gehirn schlicht vergessen zu berücksichtigen!

Vor allem haben die modernen Mediziner verlernt, den einzelnen Patienten wirklich zu untersuchen, nicht nur seine Organe, sondern auch seine Psyche und sein Gehirn. Dadurch haben sie nie einen Zusammenhang zwischen Psyche und Organen, insbesondere auch nie zwischen Konflikten und Organen finden können. Dieses Manko zieht sich mit kleinen Ausnahmen durch die gesamte Medizingeschichte seit dem Altertum, besonders verhängnisvoll aber in der modernen Medizin, wie ein roter Faden durch alle Jahrhunderte. Besonders die sogenannte heutige Schulmedizin krankt daran, noch immer dem völlig überholten mechanistischen Weltbild des 19. Jahrhunderts zu huldigen. Die Zellularpathologie Virchows, die annahm, eine jede Krankheit sei durch pathologische44 Vorgänge in oder an der Zelle zu erklären, ist im Grunde heute immer noch in Kraft und so soll es nach dem Wunsch der Symptom-Mediziner auch bleiben! Denn nur mit dem völlig eindimensionalen Denken der Symptommedizin lassen sich im Pharmabereich trefflich Umsätze machen – der Patient soll weiter unmündig und dumm gehalten werden! Man kannte und kennt eben nur eine Ebene – die der Organe – und kann daher, im Gegensatz zur Neuen Medizin, über die Ursachen unserer Erkrankungen auch keine wirklichen Aussagen machen!

 

44 pathologisch = krankhaft

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Hätte man im Laufe der Jahrhunderte nur ein einziges Mal einen einzigen Patienten richtig gründlich untersucht, dann hätte man es eigentlich herausfinden können oder müssen, wie die Krankheiten zustande kommen. Am klügsten waren noch, man muß es retrospektiv einfach zugeben, die uralten Priesterärzte unserer Vorfahren, die mit Ritualen, Runen- und Beschwörungsformeln als allererstes die Seele wieder in Ordnung zu bringen versuchten. Die von uns so gern verspotteten Medizinmänner des Urwaldes waren viel klügere Ärzte als wir. Keiner der eingeborenen Urwaldärzte Schwarzafrikas würde einen Patienten symptomatisch behandeln, ohne nicht zuvor seine Seele behandelt zu haben.

Meine ehemaligen Kollegen behaupten, ich würde die gesamte Medizin buchstäblich „auf den Kopf drehen“, im wahrsten Sinne des Wortes. Das stimmt genau. Aber es hat schon viele kluge Ärzte gegeben, die ähnliche Gedanken geäußert haben wie ich. Ich habe es in eine Systematik gebracht, in eine reproduzierbare, jederzeit beweisbare Form und, da mir meine ehemaligen Kollegen nicht oder fast nicht geholfen haben, notgedrungen auch die Einzelheiten und die verschiedenen Krankheiten untersuchen müssen.

Die Neue Medizin umgreift nicht nur das Verhältnis zwischen Psyche, Gehirn und Organen, sondern sie gibt auch die embryologisch-ontogenetischen Erklärungen für das Verständnis, warum die einzelnen Relaiszentren an den Stellen des Gehirns gelegen sind, an denen wir sie finden. Und sie erklärt auch die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Keimblättern und die daraus resultierenden verschiedenen histologischen Formationen der Krebsgeschwülste genauso wie der normalen Gewebe. Denn an jeder Stelle des Krebses finden wir das histologische Muster an Gewebe, das embryologisch dort hingehört. Deshalb ist alles Gewebe, das dem inneren Keimblatt (= Entoderm) entstammt, adenoides45 Gewebe, macht also im Falle einer Krebserkrankung Adeno-Karzinom, während alles dem äußeren Keimblatt (= Ektoderm) entstammende Gewebe (außer dem Gehirn, das keine Hirnzell-Tumoren machen kann) als typischen Krebs Plattenepithel46-Ulcera hat, weil auch das Ausgangsgewebe Plattenepithel hat. Das sogenannte Plattenepithel-Karzinom ist schon die Heilungsphase, sprich das Wiederauffüllen der Ulcera.

 

45 adenoid = blumenkohlartiges Zylinderepithel
46 Plattenepithel = zum Beispiel bei unseren Schleimhäuten auftretende Zellformation, die in der ca-Phase schüsselförmige Nekrosen macht, sogenannte Ulcera oder Geschwüre. In der Heilungsphase füllen sich diese biologisch gewollten, das heißt sinnvollen, Substanzdefekte wieder auf, weil sie nach der Lösung des Konfliktes nicht mehr gebraucht werden.
47 Osteolyse = Knochenentkalkung
48 Gewebsdefekte, hier im Bindegewebe
49 Depression = a) Herabdrücken, krankhafte Einsenkung; b) seelische Störung
50 Synopsis = Zusammenschau

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Dazwischen liegt das Gewebe des mittleren Keimblattes (= Mesoderm), einmal die vom Kleinhirn gesteuerten mesodermalen Organe, die wie die stammhirngesteuerten Organe auch ein „Gewebeplus“ in der konflikt-aktiven Phase machen, und die großhirn-gesteuerten Organe des Mesoderms, die in der konflikt-aktiven Phase ähnlich dem Plattenepithel des Ektoderms auch ein „Weniger“ machen, also Osteolysen47, Bindegewebs-Nekrosen48. Blutbildungs- Depression49 et cetera und in der Heilungsphase übermäßige Narbenwucherung von Knochen- oder Bindegewebe, was dann unsinnigerweise „Sarkom“ genannt wird, obwohl es im Prinzip harmlos ist. Dies stellt eine gänzlich neue Sichtweise dar, die meines Wissens noch niemals in einer histologischen Betrachtung berücksichtigt worden ist und doch so einfach und einleuchtend logisch ist!

Außer diesen beiden großen Koordinationskreisen, der Koordination zwischen Psyche, Gehirn und Organen und der zweiten Koordination der Zugehörigkeit von Verhaltensmustern und Konfliktmustern zu bestimmten Keimblättern, gleichzeitig aber auch zu ganz bestimmten histologische Formationen, umfaßt die Neue Medizin noch einen weiteren Koordinationskreis. Dieser sieht das Verhältnis der verschiedenen Verhaltens- und Konfliktmuster in größeren Einheiten (Familie, Sippe, Horde, Rudel, Herde et cetera) und verlängert diese Synopsis50 für den gesamten Kosmos und das in Jahrmillionen gewachsene Zusammenleben untereinander und in Symbiose mit anderen Rassen, Arten, Kreaturen in einem kosmischen Rahmen.

So ist es unter diesem Blickwinkel ein Unding, bei unseren Tieren von „Fleisch- oder Tierproduktion“ zu sprechen. Dies ist so gänzlich gegen jeglichen Code unserer Natur, daß wir uns eigentlich so lange nicht mit Recht als Menschen bezeichnen dürfen, solange wir diese religiöse Deformation unserer Rasse Mensch nicht wieder ins Lot gebracht haben.

Meine Gegner meinen mich zu verspotten: „Bei Hamer haben sogar die Tiere eine Seele, wer glaubt denn so was?“ In Wirklichkeit rechne ich mir das als große Ehre an. Denn tatsächlich hat das Tier bei einem gleichen Konflikt wie der Mensch auch an der im Prinzip gleichen Stelle des Gehirns wie der Mensch und am im Prinzip gleichen Organ wie der Mensch jeweils das gleiche Phänomen.

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Wenn wir aber unsere Seele als Integral aller Funktionen der Verhaltens- und Konfliktbereiche verstehen, warum sollten wir nicht unseren „Mitkreaturen“ und Kameraden, den Tieren, ja im Prinzip dem gesamten Kosmos der lebendigen Wesen, ebenfalls das Prädikat einer Seele zubilligen? Sowie für uns heute der Status eines Sklaven unerträglich zu denken wäre, so ist hoffentlich in wenigen Jahren auch der derzeitige zynische Tierstatus undenkbar.

Die Neue Medizin ist keine Glaubensdoktrin, wie das heute die Dogmen der derzeit herrschenden Medizin sind, bei deren Nichtbefolgung man Berufsverbot bekommt, psychiatrisiert oder totgeschwiegen oder ins Gefängnis geworfen wird, sondern es ist eine nach den Regeln der naturwissenschaftlichen Denkkategorien jederzeit und an jedem beliebigen Fall beweisbare und reproduzierbare umfassende biologische Sicht. Selbst die gedankliche Unterscheidung zwischen Psyche, Gehirn und Organ ist nur akademisch fiktiv51!

In Wirklichkeit nämlich ist alles eins und eins ohne das andere sinnvoll nicht vorstellbar.
Die Neue Medizin ist ein so umfassendes und logisches System, daß sich die meisten Erkrankungen wie selbstverständlich sinnvoll in das Ganze einfügen. Während wir früher zum Beispiel in den unendlich vielen sogenannten Syndromen (gleichzeitiges Vorkommen mehrerer Symptome) überhaupt keinen Sinn entdecken konnten.

So ist zum Beispiel die Schizophrenie lediglich das gleichzeitige Vorkommen zweier oder mehrerer biologischer Konflikte, deren Hamersche Herde in den verschiedenen Hirnhemisphären gelegen sind. Depressionen sind Revier-Konflikte bei „hormonalem Patt“52 oder sexuelle Konflikte bei Linkshänderinnen, auch Lupus erythematodes53, bisher gefürchtet wie nur wenige Krankheiten, ist schlicht nur die gleichzeitige Konfliktaktivität mehrerer bestimmter Konfliktinhalte. Die Leukämie ist der zweite Teil, der Teil der Heilungsphase nach einem Knochenkrebs, der Herzinfarkt die epileptiforme Krise während der Heilungsphase nach Revier-Konflikt, die Gicht ist das gleichzeitige Vorkommen von Leukämie und aktiven Flüchtlings-Konflikt beziehungsweise Sammelrohr-Ca der Niere und so weiter …

Wo wir jetzt den Mechanismus des Zusammenwirkens kennen, ist die Heilung gar nicht mehr so schwer. So ist Schizophrenie eine Erkrankung, die man durchaus heilen kann. Schon nach Conflictolyse, das heißt Konfliktlösung nur eines der beiden Konflikte, ist der Patient nicht mehr „spaltsinnig“. Nach (möglichst definitiver) Konfliktlösung beider Konflikte ist er gar vollends so gesund wie ein anderer Mensch, der kontinuierlich als gesund galt. Zwar wird man auch jetzt nicht alle Konflikte lösen können oder dürfen, selbst wenn man sie kennt und damit nicht alle Erkrankten heilen können, aber die allermeisten immerhin.

 

51 fiktiv = nur in unserer Vorstellung existierend.
52 Hormonales Patt = annäherndes Gleichgewicht der männlichen und weiblichen Hormone mit leichter Betonung nach einer Seite
53 Lupus erythematodes = sogenanntes Syndrom mit Veränderungen an Haut, Gelenken, inneren Organen.

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Alle diese neuen Möglichkeiten des Erkennens und Heilen könnens leiten sich her vom Verständnis der 5 Biologischen Naturgesetze. Das 5. Biologische Naturgesetz, die sogenannte „Quintessenz“, ist entwickelt aus den vorangegangenen 4 Biologischen Naturgesetzen der Neuen Medizin.

Es ist somit nunmehr das erste Mal der Fall, daß es eine Medizin gibt, die hochnaturwissenschaftlich ist, gleichzeitig jedoch menschlich – mit warmem Herzen und Händen – und gleichzeitig für Mensch, Tier, Pflanze, sogar für jeden Einzeller genauso wie für den Menschen, im Prinzip also für den gesamten Kosmos gilt!

Das bedeutet: Zum ersten Mal können wir jetzt unsere Mitkreaturen, die Tiere und Pflanzen regelrecht „verstehen“ im wahrsten Sinne des Wortes. Wir können gedanklich mit Ihnen kommunizieren, mit ihnen sprachlos sprechen. Und, wohlgemerkt, basiert diese neue Dimension des interanimalischen ja kosmischen Verständnisses auf jederzeit reproduzierbaren natur- wissenschaftlichen Gesetzen.

Im folgenden habe ich Euch eine tabellarische Gegenüberstellung der wichtigsten Unterschiede der Neuen Medizin zur Schulmedizin dargestellt:

 

sogenannte SCHULMEDIZIN

 

NEUE MEDIZIN

 

Weltbild

mechanistisch-materialistisches Weltbild des 19. Jhdts.

S. geht noch heute von der Annahme aus, daß pathogene54 Ursachen in oder an der Zelle liegen (Zellularpathologie Virchows).
Spezialistentum immer kleinere Einheiten, Bsp.: Gene beziehungsweise deren Manipulation, Viren beziehungsweise Teile von Viren.

Kosmos von Mensch, Tier und Pflanzen, in der Natur offenbart sich das Göttliche durch die 5 Biologischen Naturgesetze. Alle Lebewesen sind beseelt.
„Denn in Wirklichkeit ist alles eins und eins ohne das andere sinnvoll nicht vorstellbar.“ Gesamtschau, Synopsis.

 

54 pathogen = krankheitserregend, krankmachend

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Denken

eindimensional: kennt nur eine Ebene, Organ- beziehungsweise Zellebene. Das Gehirn wird in diesem Sinne auch als „Organ“ gesehen. Denken ausschließlich linear.

mehrdimensional: kennt 3 Ebenen (Psyche, Gehirn, Organe). Denken in verschiedensten Regel- beziehungsweise Koordinationskreisen = vernetztes Denken.

Definition des Krankheits-begriffes

Panne, Störung, Versagen der Natur. Wildgewordene Zelle, sinnlose Wucherungen, Selbstzerstörung des Organismus, bösartig. Legitimiert die S. für ein dauerndes „regulierendes“ Eingreifen in alle Vorgänge.

„Krankheit“ als Teil eines Sinnvollen Biologischen Sonderprogramm der Natur (SBS).

Ärztliches Handeln

Eingriffe

Helfendes zur Seite Stehen, Motivieren, Erklären, Einsicht in die Ursachen der Krankheit und weiteren Heilungsverlauf vermitteln. Warten, bis die Natur ihr Werk vollbracht hat.

Patienten

„Duldende“, unmündig, dürfen nicht mitreden, da sie „von Medizin nichts verstehen“, Arzt übernimmt angeblich die „Verantwortung“ für den Patienten, in Wirklichkeit jedoch nicht.

Chef des Verfahrens, mündig, kann und muß mitreden, da nur er allein Verantwortung über seinen Körper hat, kann allein Entscheidungen treffen.

Therapie

Symptomatisch nach statistischen „Erkenntnissen“ nach internationalen „Protokollen“ (zum Beispiel Chemo).

ursächlich, auf allen drei Ebenen, individuell, der Natur beziehungsweise dem Sinnvollen Biologischen Sonderprogramm folgend

Krankheits-ursachen

unbekannt, werden rein im Organischen vermutet.

bekannt, DHS.

Erkenntnis-gewinnung

Statistiken, Wahrscheinlichkeiten.

Empirie, Biologische Naturgesetze, jeder einzelne Fall ist naturwissenschaftlich exakt reproduzierbar.

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